Jiri Georg Dokoupil

 
Titre: Buttner
Technique: Technique mixte sur toile
Signé(e) et daté(e): 1983
Dimension: 200 x 200 cm
Provenance:

Eward Totah Gallery, London

Prix: VENDU
 

Jiri Georg Dokoupil wurde 1954 in Krnov (Jägerndorf) in der ehemaligen Tschechoslowakei geboren, aus der er 1968 mit seinen Eltern nach Deutschland floh. Von 1976 bis 1978 studierte er in Köln, Frankfurt/Main und bei Hans Haacke an der Cooper Union in New York. Anfang der 1980er Jahre war er Gründungsmitglied der Kölner Künstlergruppe „Mülheimer Freiheit“, benannt nach der gemeinsamen Atelieradresse Mülheimer Freiheit 110. 

Mit seinem stark expressiv-figürlichen malerischen Gestus Anfang der 1980er Jahre zählte Dokoupil zu den „Neuen Wilden“. Sein nachfolgendes Werk entzieht sich in der Entwicklung immer neuer stilistischer Ansätze der einfachen Klassifizierung. Zentral für Dokoupils Schaffen, gekennzeichnet durch eine kritische Auseinandersetzung mit der Kunst des 20. Jahrhunderts, ist die Erweiterung herkömmlicher Gattungsbegriffe von Malerei, Zeichnung und Druckgrafik. Im Experimentieren mit immer neuen Techniken entstanden über 100 verschiedene „Herstellungsmethoden“, die zu ebenso vielen Werkgruppen führten. Stellvertretend hierfür seien Bilder genannt, die mit dem Ruß einer brennenden Kerze, mit farbigen Seifenblasen, mit Muttermilch, mit Fruchtsäften, mit eingefärbten Autoreifen oder aus Einzelbildern von Kino- und Amateurfilmen hergestellt sind. Jiri Georg Dokoupil hat sich durch seine Innovationskraft und durch seine Fähigkeit zur analytischen Durchdringung ästhetischer Konzepte sowie gesellschaftlicher Phänomene ausgeszeichnet.

Als Lehrer wirkte Jiri Georg Dokoupil ab 1983 mit Gastprofessuren an der Kunstakademie Düsseldorf, der Circulo de Bellas Artes in Madrid, an der Sommeruniversität Amsterdam und der Gesamthochschule Kassel. Seine Arbeiten sind in zahlreichen nationalen wie internationalen Einzel- und Gruppenausstellungen präsentiert worden, so 1982 auf der documenta 7 in Kassel, 1984 im Museum Folkwang in Essen, 1985 im Kunsthaus Luzern oder 1997 im Museum moderner Kunst, Stiftung Ludwig in Wien. Im Jahr 2000 wurde eine große Retrospektive im Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía in Madrid gezeigt, 2005 folgte eine Übersichtsschau mit Werken von 1979 bis 2005 in den Deichtorhallen Hamburg. Das Kunstforum Ostdeutsche Galerie veranstaltete im Jahr 2004 die Ausstellung „Jiri Georg Dokoupil. Kafkas Prag“, begleitet von einem Katalog. 

Werke des Künstlers befinden sich in Museen wie der Fundaciò la Caxia Barcelona, dem Kunsthaus Zürich, der Nationalgalerie Berlin, der Staatsgalerie Stuttgart oder dem Van Abbemuseum in Eindhoven. Jiri Georg Dokoupil lebt und arbeitet in Berlin, Prag, Madrid und Rio de Janeiro.

 

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